Tagebuch

Das Leben ist einfach spannend. Neben den vielen Schwierigkeiten, die einem widerfahren, passieren immer wieder Dinge die mich schmunzeln und lachen lassen; Begegnungen und Gespräche mit Menschen, jeden Tag passiert etwas Neues, manchmal Überraschendes. - Einiges von meinen Erlebnissen werde ich von Zeit zu Zeit hier veröffentlichen. Ich bin selbst gespannt.

In Gedenken an Bernd Reuss

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Ein für mich so wertvoller Mensch hat uns für immer verlassen.
In Gedenken an Bernd Reuss

Es ist der 08. Dezember 2010, mein Telefon klingelt und ich nehme das Gespräch freudestrahlend entgegen. Schon nach wenigen Sekunden wird mir klar, es ist etwas schreckliches passiert. Es geht um meinen Bernd Reuss, den ich vor Jahren auf einem Seminar der Stiftung Klingelknopf auf der Insel Neuwerk kennen lernen durfte. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Jugendliche mit der Krankheit Neurofibromatose wurden zu einem Wochenendseminar zum Thema „Wie bewerbe ich mich richtig" eingeladen. Bernd, ein erfahrener Autor und Regisseur, der durch Recherchen und Dreharbeiten für eine Fernsehreportage auf die Idee kam, sich für Kinder und Jugendliche mit NF zu engagieren, stand als Referent vor uns.

Im Laufe dieses Wochenendes fragte er mich nach meinem Befinden und hatte viele liebevolle und ermutigende Worte für mich. Aber auch ich ließ es mir nicht nehmen und fragte ihn, wie es ihm ginge. Er stutze: "Das hat mich noch niemand von den Jugendlichen gefragt." - Ich glaube, in diesem Moment ist der "Funke" zwischen uns Beiden übergesprungen. Bernd hat sich für mich unglaublich eingesetzt. Er fragte mich nach meinen Wünschen und Träumen.

Ich wollte irgendwann einmal Tanzen lernen, erzählte von meinen Gedanken und Gedichten, die ich während meiner Therapien einfach notierte oder von den Schauspielern aus der Fernsehserie „Verbotene Liebe", aber auch von meinen Ängsten mit meiner Krankheit......

Dieser Mann hörte mir intensiv zu und ich wusste in diesem Moment noch nicht, dass diese Gespräche noch positive Überraschungen für mich mit sich bringen sollten. Bernd war wirklich ein „Macher", wie er immer von sich selbst sagte. Kaum in Hamburg zurück, lies er seine Beziehungen spielen und knüpfte Kontakte zu einer Tanzschule in Hamburg-Harburg. Kurz darauf bekam ich eine Einladung zu einem Tanzkurs. Danke Bernd und Danke der Stiftung Klingelknopf!

Damit nicht genug. Dieser vielbeschäftigte Mann fand immer wieder die Zeit für regelmäßige Anrufe und auch sporadische Treffen. Aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz konnte er immer wieder für mich aufbauende und motivierende Begebenheiten erzählen, die letztendlich auch mein Selbstbewusstsein stärkten. Auch dafür: Danke Bernd!

Als besondere Überraschung organisierte Bernd Reuss und die Stiftung Klingelknopf ein Treffen mit den Schauspielern der Serie „Verbotene Liebe" in Köln. Ein unvergessenes Erlebnis für mich. Danke Bernd und Danke der Stiftung Klingelknopf!

Es gäbe noch vieles mehr zu erzählen über den unermüdlichen Einsatz, die Kreativität und die tröstenden Worte von Bernd Reuss. Du hast Spuren in meinem Leben hinterlassen.

Bei diesem Anruf schießen mir all diese Gedanken durch den Kopf. Und nun diese schreckliche Gewissheit: Bernd Reuss hat uns für immer verlassen.

BERND, DU HAST EINEN BESONDEREN PLATZ IN MEINEM HERZEN!

 


   

Ein Wochenende mit Oma und Opa in Kühlungsborn

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24.04.2009 – 26.04.2009

Collage mit Fotos aus KühlungsbornWas für ein Wochenende! Die Sonne lacht und das mitten im April. Schnell ein paar Sachen eingepackt und auf geht's Richtung Ostsee nach Kühlungsborn. Dieses Wochenende wollen wir gemeinsam mit meiner Oma und meinem Opa so richtig genießen. Für sie ist es der erste Besuch in Kühlungsborn, dieses schöne Ostseebad kennen sie noch nicht. Na, das wird sich ändern.

Kaum angekommen geht es gleich Richtung Strand. Erst einmal tief durchatmen und Seeluft tanken. Dann dieser sanfte Wind und das liebliche Kreischen der Möwen im Duett mit dem Meeresrauschen. Ja, das ist Urlaubsfeeling.

Öms und Öps sind richtig begeistert. Die wunderschöne Promenade, die Seebrücke, der Bootshafen, nicht zu vergessen der Stadtwald. Viele schöne Eindrücke, einfach traumhaft. Für Öps und für mich gibt es kein Halten mehr. Hosen hochgekrempelt, Schuhe ausgezogen und ab mit den Füßen ins Wasser. Schock! Das Wasser ist eisigkalt! Gefühlt weit unter 10 Grad. Da kommt der Kreislauf aber ganz schön in Schwung.

Auch die Umgebung haben wir erkundet. Kleine Stippvisite in Basdorf, mit dem wunderschönen Ausblick vom Leuchtturm über die Landschaft und am Horizont die blaue Ostsee. Vor meinen inneren Augen kann ich mir diesen Ausblick gut vorstellen. Und dann dieser Duft von den Rapsfeldern. Natur pur.

Weiter fuhren wir in das Ostseebad Rerik. Auch hier gibt es eine Seebrücke, einen schönen Strand, einen kleinen Boots- und Fischereihafen. Sehr idyllisch. Es gibt sicherlich noch viel mehr zu erkunden, aber fürs Erste kann ich nur sagen: Dieses Wochenende in Kühlungsborn und Umgebung war einfach klasse. Wir kommen wieder!

You Tube Video von Kühlungsborn