Unser Charly

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Als ich erfuhr, dass es tatsächlich wahr wird - „Ich darf Charly treffen" – waren Gefühle in mir, die ich kaum beschreiben kann. Totale Freude, Aufgeregtheit, Spannung, Glücksgefühle,......, Jubel. Auf einmal schlagartig `rausgerissen aus den vielen Gedanken um meine Krankheit; es schien mir augenblicklich um 1000% besser zu gehen. Träume sind manchmal nicht vergeblich.

Der bewusste Tag, 16. August 2000, rückte näher.

Begleitet von meiner Mama trafen wir uns mit Wera in Berlin in einem exklusivem Hotel. Trotz Kurzhaarschnitt und rotgefärbten Haaren waren wir sofort auf einer Wellenlinie und freuten uns gemeinsam auf das Treffen mit Charly. Das Produktionsteam ließ uns mit einem Auto abholen und wir fuhren zum Drehort nach Berlin-Wannsee.

Dort lernten wir sehr viele nette Menschen kennen. Den Regisseur, Kameraleute, Maskenbildner,...., die Hauptdarsteller der Serie, Nicola Tiggeler und Ralf Lindermann. Die Spannung stieg, denn nun kam Charly mit seinem Trainer. Charly wollte sofort auf meinen Arm. Zum Erstaunen aller, ließ der Trainer dieses auch zu, denn so ein Affe hat die 8-fache Kraft eines Menschen und kann deshalb sehr fest drücken.

Charly war total süß zu mir. Wir umarmten uns, lachten zusammen, aßen zusammen Gummibärchen. Dann machte er Purzelbäume und hat sich tierisch gefreut. Ich konnte nicht mehr vor lauter Lachen. Er machte so viele Späße und nur für mich.

Beim Dreh, der an diesem Tag im Haus stattfand, durften wir muchsmäuschenstill dabei sein. Wir haben uns köstlich amüsiert. Immer wenn eine Szene nicht so 100% nach dem Geschmack des Regisseurs war, wurde die Aufnahme mit einem lauten AAUUSS unterbrochen. – Es ist schon ganz schön aufwendig so einen Film zu drehen.

In den Drehpausen hatten wir Gelegenheit bei einem tollen Büffet, uns mit den Schauspielern und dem Aufnahmeteam zu unterhalten. Jeder Einzelne schrieb mir ganz persönliche Wünsche in ein Poesiealbum. Von Zeit zu Zeit hole ich dieses Buch vor und die Erinnerungen werden wieder lebendig.

Ich kann sagen: Ein Traum wurde wahr!